• Nach dem Saunagang: Erst Abkühlung, dann warmes Fußbad

    Das vollständige Sauna-Programm gleicht einem klassischen Wechselbad. Auf das Schwitzen in der Kabine folgt im besten Fall die Abkühlung des Körpers mit frischer Luft und kaltem Wasser. Warme Fußbäder ergänzen die Ruhepausen und sorgen für eine erneute Erweiterung der Blutgefäße.

    Der erste Weg aus der Sauna sollte aufgrund der noch sehr entspannten Muskulatur ruhig begangen werden und direkt – wenn vorhanden – ins Freiluftbad der Anlage führen. Dem Körper fehlt vor allem Sauerstoff; außerdem kühlt die Luft die erwärmten Atemwege ab. Von extremer Wichtigkeit ist dabei, stets in Bewegung zu bleiben. Andernfalls droht zu viel Blut durch die noch weit geöffneten Gefäße in die Beine zu fließen, was letztlich zu Schwindel und Unwohlsein führen kann, da der Kopf unterversorgt bleibt. Das genannte Prozedere ist auch – sogar in besonderem Maße – im Winter empfehlenswert.

    Wasser senkt effektiv die Körpertemperatur

    Sobald spürbares Kälteempfinden eintritt, steht der Gang in den Abkühl- oder Kaltwasserraum an. Dort ist das Ziel, die Körper- und Hauttemperatur auf einen normalen Wert zurückzuführen. Durch sein extrem hohes Wärmeaufnahmevermögen eignet sich Wasser dazu hervorragend.

    Für die genaue Umsetzung gibt es mehrere Varianten, besonders wirkungsvoll sind der Saunaguss nach Kneipp (dicker Schlauch ohne Düse), die Schwall- (breiter Wasserstrahl von oben auf den Körper) oder Eckbrause (drei Duschköpfe über Eck angebracht). Grundsätzlich ist eine möglichst flächige Ausbreitung des Wassers auf der Haut zweckmäßig. Wer seinen Schweiß vorher gründlich abgewaschen hat, kann alternativ oder ergänzend den Kopf im kalten Eintauchbecken ein bis zwei Mal unter die Wasseroberfläche tauchen.

    Knöchelhohes Fußbad zur Gefäßerweiterung

    Der maximale gesundheitliche Wert des Saunabesuchs ergibt sich nur mit einem abrundenden Fußbad am Ende der jeweiligen Pausen. In den meisten Anlagen stehen dafür kleine Becken mit Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Zur Erfüllung des angestrebten Effekts – nämlich einer Öffnung der durch den vorherigen Kältereiz zusammengezogenen Gefäße – genügt ein knöchelhoher Wasserpegel sowie eine Temperatur von etwa 40 Grad.

    Die Erweiterung der Gefäße bewirkt den vollendeten Temperaturausgleich bis hin zum Körperkern, der allein mit kaltem Wasser nicht erreicht wird (aufgrund der geschlossenen Gefäße). Die überschüssige Wärme des Körperkerns dampft letztlich – nach dem Transport mit dem Blutstrom in die Haut –  ab. Erfreuliche Nebeneffekte der Fußbäder sind eine gesundheitliche Abhärtung des Körpers und vor allem eine oft angenehme Geselligkeit unter den Besuchern.

    Ruheraum und Massage nutzen

    Zur Entspannung vor dem nächsten Saunagang besitzen die meisten Anlagen einen Ruheraum mit Liegen und ausliegenden Zeitschriften. Zum Angebot gehören teilweise auch Massagen nach dem letzten Saunagang. Sofern diese Möglichkeit gegeben ist, lohnt es sich, sie zu auszukosten.

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