• Eisiges Schwitzen

    Sauna und Eis: Das passt dem ersten Eindruck nach überhaupt nicht zusammen. Der Eisaufguss beweist jedoch das Gegenteil. Dabei gibt es zwei verschiedene Varianten, wie dieses besondere Vergnügen aussehen kann.

    Eis, die gefrorene Form von Wasser, soll anders wirken, als einfach direkt Flüssigkeit auf den Saunaofen zu schütten? Tatsächlich ist das so. Obwohl die Verbindung von Hitze und Eis gewöhnungsbedürftig klingt, macht sie in der Praxis durchaus Sinn. Der Saunagang an sich läuft dabei zunächst ab wie gewöhnlich. In der finnischen Sauna wird bis zum ersten Aufgießen angeschwitzt. Danach setzt die Veränderung auf eine der folgenden beiden Arten ein.

    Entweder einreiben…

    Möglich ist die Verwendung von Crushed-Eis oder Eiswürfeln in Form des Abreibens vor dem Aufguss und zum Abkühlen am Ende. Entweder reicht der Saunameister den Gästen die Erfrischung in der Kabine oder diese verlassen die Sauna, damit die Luftfeuchte des Schwitzraumes gleichbleibt. In diesem Fall betreten die Besucher die Sauna nach dem Einreiben erneut. Die Methode führt zu einer besseren Durchblutung und lässt einen den anschließenden Aufguss intensiver erleben. Reinigungs- und Entschlackungsprozesse verstärken sich.

    …oder aufgießen

    Eine andere Variante bietet der direkte Aufguss mit Eiswürfeln oder Crushed-Eis, die jeweils dem Aufgusswasser zugefügt werden. Beim Auffüllen der Steine tritt aufgrund des hohen Temperaturunterschieds nach und nach eine größere Verdampfung ein als bei der Verwendung von temperiertem Leitungswasser. Hierdurch lässt sich innerhalb kurzer Zeit die Luftfeuchtigkeit um ein Vielfaches erhöhen. Mit zunehmender Dauer empfinden die Gäste den Eisaufguss als wärmer und anstrengender als das Pendant mit Wasser. Ob der Punkt erreicht wird, hängt schlicht davon ab, wann erstmals Eis auf den Ofen gekippt wird und wie lange Sie danach noch beim Schwitzen verweilen. Für Hartgesottene empfiehlt sich daher das Aufgießen gleich zu Beginn.

    Viele Wege führen nach Rom

    Wie so oft, lässt sich auch beim Eisaufguss nach Belieben variieren. Teilweise legt man statt den kleinen Würfeln eine vorher gepresste Eiskugel auf den Ofen, die in einer Vertiefung zusätzlich Aufgussmittel beinhaltet. So weht zum Abschluss der ausgewählte Duft zart durch die Sauna. Letztlich findet häufig eine Kombination mit anderen Aufgussformen statt, indem ätherische Öle hinzugefügt werden, die bei der hohen Verdampfung konzentrierter wirken. Außerdem benutzen manche Saunafreunde lieber Schneebälle als Eis.

    Fazit: Wer die Abwechslung und das Unkonventionelle nicht scheut, sollte sich demnächst ins eisige Vergnügen stürzen!

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