• Orientalische Entspannung beim Hamam

    Die islamische Hamam-Tradition beinhaltet eine Kombination aus mehreren Komponenten, darunter ein spezielles Dampfbad. Ihr Ursprung liegt im Orient. In Deutschland genießen immer mehr Menschen die umfassende Wohlfühloase für Körper und Geist.

    Bis heute wichtiges Ritual

    Noch heutzutage ist es bei vielen Muslimen üblich, die Badezeremonie Hamam mindestens einmal wöchentlich sowie vor besonderen Feiertagen zu begehen. In Anatolien gibt es die prächtigsten und ältesten Hamam-Badehäuser zu bestaunen. Neben der Reinigung des Körpers diente die Praxis von jeher der Unterhaltung mit anderen Besuchern. In den deutschen Anlagen hingegen wird meist absolute Ruhe vorausgesetzt. Das Hamam-Ritual folgt präzisen Vorgaben, zentrales Element ist das Wasser. Es setzt sich aus der Körperreinigung, dem Dampfbad, herrlichen Düften sowie angenehmen Massagen zusammen.

    Vorbereitung mit Bad oder Dusche

    Im sogenannten „Camekan“ – dem Umkleideraum – wickelt man sich zunächst ein Leinentuch („Pestemal“) um die Hüften (Männer) oder den Rumpf (Frauen) des nackten Körpers. Eine Tasse Tee im Voraus gehört für viele Hamam-Liebhaber ebenfalls dazu. Vor dem Beginn des Rituals wird mit klarem Wasser und ohne Seife geduscht beziehungsweise ein Bad genommen, um die Haut von Schweiß und Schmutz zu befreien.

    15 Minuten im feuchten Dampfbad

    Unter Anleitung des „Tellak“ – ein Bademeister, der sich erst nach langer Erfahrung mit dem Hamam als solcher bezeichnen darf – startet die Prozedur im 45 Grad Celsius warmen Dampfbad namens „Hararet“. Die relative Luftfeuchte ist mit etwa 65 Prozent enorm hoch. Im Hararet befinden sich mehrere Wasserauslässe mit Warm- und Kaltwasser und in der Mitte ein großer, erwärmter Nabelstein der als Liegefläche dient, der „Göbek Tas“. Nach einer knappen Viertelstunde auf dem Göbek Tas verlässt man das Dampfbad, seift sich ein und lässt lauwarmes Wasser über den Körper laufen. Der Kreislauf entledigt sich während des Liegens schonend von Schlacken und Giftstoffen. Entspannte Muskeln und geöffnete Poren liefern darüber hinaus die optimale Grundlage für das im weiteren Verlauf folgende Peeling.

    Zweiter Gang und anschließende Massagen

    Nach einer Pause und dem anschließenden zweiten Gang – identisch zum ersten – steht eine Massage auf einer warmen Marmorplatte („Göbektasi“) an, die der Tellak durchführt. Er trägt dabei einen Waschhandschuh, der „Kees“ genannt wird. Durch das Entfernen von Schuppen und Ablagerungen zeigt sich die Haut frisch, weich und rein. Die Durchblutung intensiviert sich zudem. Direkt danach findet eine Seifenmassage statt. Mit einem Stoffballen aus Leinen wird eine Lauge aus Olivenöl- oder Alepposeife vom Tellak zu Schaum aufgeblasen und auf die Haut aufgetragen. Das Einseifen geht einher mit ausgiebigem und wohltuendem Massieren. Beendet wird es mit warmen Wassergüssen, teilweise auch einzelnen kalten Schauern. Der Abschluss der Zeremonie kann mit einem Getränk im Ruheraum („Sogukluk“) bei ruhigem Liegen zelebriert werden.

    Fazit: Hamam garantiert Wellness auf höchstem Niveau. Lassen Sie Ihre Seele baumeln und genießen sie die zahlreichen positiven gesundheitlichen Effekte!

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